Dr. Angelika Kroker Weiterbildungsveranstaltungen Angelika.Kroker@t-online.de
Es
gibt viele Gründe und Ansätze, sich mit der Geschichte des Ortes
auseinanderzusetzen, in dem man wohnt oder dem man sich verbunden fühlt.
Oftmals ist ein besonderer Termin der Anlaß: Ein Ortsjubiläum steht vor der Tür,
zum Beispiel liegt das Datum der ersten erhalten gebliebenen urkundlichen Erwähnung
des Ortsnamens 750 oder 500 Jahre zurück oder der Ort wurde vor 100 oder 50
Jahren eingemeindet.
Ein
Einzelkämpfer oder eine Gruppe von Interessierten nimmt sich vor, zu diesem
Anlaß die Ortsgeschichte aufzuarbeiten. Bald ist der Entschluß gefaßt: eine
Orts-Chronik möchte man erstellen. Möglichst von der Urgeschichte bis hin in
die jüngste Vergangenheit soll alles herausgefunden werden, was hier geschehen
ist.
Welche
Quellen stehen für eine solche ortsgeschichtliche Arbeit zur Verfügung, und
wie kommt man an sie heran? Welchen Aussagewert haben mittelalterliche Urkunden
und frühneuzeitliche Akten, Amtsbücher und registerförmige Quellen für die
Ortsgeschichte? Was können wir aus alten Karten und Zeichnungen entnehmen? Wie
arbeitet man sinnvoll mit Literatur und Zeitungsartikeln? Welche "Schätze"
kann man durch die Befragung von Zeitzeugen, durch das Ausfindigmachen von
Fotografien und privaten Archiven heben?
Welcher
Arbeitsaufwand ist mit einem solchen Projekt verbunden? Ist das Erreichen des
gesteckten Ziels realistisch? Sollte man sich eventuell auf einige, für den Ort
besonders charakteristische Schwerpunkte beschränken? Kann die Veröffentlichung
von Teilergebnissen sinnvoll sein oder sollte man warten, bis wirklich jede
Einzelheit erforscht ist?
Und
nicht zuletzt: Wie baut man eine ortsgeschichtliche Darstellung auf? Welche
Gliederung ist sinnvoll? Wie schreibt man verständlich und lebendig, wie setzt
man Skizzen, Karten, Darstellungen und Fotos ein, damit die nicht nur die
Autoren, sondern auch die interessierten Ortsbewohner Spaß daran haben?
Diesen
Fragen wollen wir, eingehend auf Ihre Vorstellungen und Bedürfnisse, in diesem
Seminar nachgehen. Bei Interesse besteht die Möglichkeit, einzelne Themen in
weiteren Seminaren zu vertiefen.